TerminmarktBuch.de
Richard Ebert AG · Telefon 06652-3326 · Fax 06652-5060
   
Warenkorb  Kasse
 
Schnellsuche:
Startseite
Neuheiten
Buchtipp
Special
Bestseller
Titel A-Z
Autoren A-Z
Sachgebiete
Software
Forum
Bücherbörse
AGB
Impressum
Newsletter
Kontakt

TerminmarktWelt.de

Chartbuch.de

Metastock-Forum.de
RMX-Forum.de
 
   
Neues Thema schreiben   Antworten   zurück   Druckansicht
   
     
 
 
 
Thema: Psychologie und Börse: Belohnung und Vermeidung von Strafe sind gleich
redsnapper  Am: 04.07.2006 12:58:48 Gelesen: 7817# 1 @  
Fand ich ganz interessant, weil es mich immer wieder betrifft.Oft spüre ich den Impuls , meine Stops noch enger zu ziehen, um Verluste zu vermeiden, die eigentlich, als potentielles Risiko, geplant waren.
Und freu mich dann wie ein Schneekönig, keinen Verlust gemacht zu haben, so wie über einen Gewinn.
Mal im Hinterkopf, oder orbitofrontalem Cortex, oder wo auch immer behalten...
Beste Grüße,
redsnapper

"Belohnung und Vermeidung von Strafe sind gleich

US-Forscher haben Versuchspersonen beobachtet, die um Dollars spielten: Im Gehirn erzeugte ein Gewinn dieselbe Reaktion wie die Vermeidung eines Verlust. In dem Experiment gab es außer Belohnung und Strafe aber auch die Option "Glück gehabt".


Die Aufgabe für die Probanden klang denkbar simpel: Geld gewinnen. Auch die Methode schien einfach. Zwei Symbole standen am Bildschirm zur Auswahl, die Versuchspersonen mussten sich für eines entscheiden. Dahinter versteckte sich der Gewinn in Form einer digitalen Dollarnote, manchmal.

Mit der Zeit entwickelten die 16 Versuchspersonen ein Gefühl dafür, dass hinter einem der Bilder in 70 Prozent der Fälle, hinter dem anderen nur in 30 Prozent der Fälle Geld steckte. So konnten sie ihre Bilderwahl entsprechend steuern. Keinen weiteren Dollar zu gewinnen, bedeutete aber nicht immer dasselbe: Manchmal bekamen die Probanden stattdessen mitgeteilt, dass sie nun Geld verloren hatten. In anderen Fällen aber erschien nur ein neutrales Fenster, nichts gewonnen, nichts verloren - sozusagen eine "Glück gehabt"-Option.

Hackjin Kim von California Institute of Technology in Pasadena beschreibt zusammen mit Kollegen dieses Experiment in einem Aufsatz für die Fachzeitschrift "PLoS Biology" (Bd. 4, Ausg. 6). Während ein Proband anhand des Versuchsaufbaus seinen Kontostand zu verbessern suchte, interessierten sich die Wissenschaftler für sein Gehirn. Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie beobachteten die Forscher während des Tests die Aktivität in verschiedenen Hirnarealen. Dabei stellten sie fest, dass der orbitofrontale Cortex der Probanden nicht nur bei einer Belohnung aktiviert war, sondern auch immer dann, wenn die Versuchsteilnehmer einer Bestrafung in Form von Dollar-Abzug entgehen konnten.

Kim und seine Kollegen folgern daraus: Eine Belohnung zu sichern oder einer Bestrafung zu entgehen, bedeute für das Gehirn dasselbe, nämlich ein Ziel zu erreichen. Nun wollen die Forscher herausfinden, welche Nervenzellen in dieser Gehirnregion am Werk sind, wenn der Mensch lernt, eine Bestrafung zu verhindern. Davon erhoffen sie sich auch ganz praktische Aufschlüsse - etwa über die neurologischen Ursachen für die bei manchen Menschen krankhafte Neigung zum Risiko."
http://tinyurl.com/m6vmo

 
fluggerät  Am: 04.07.2006 19:06:42 Gelesen: 7753# 2 @  
@ redsnapper [#1]

Belohnung und Strafe ist vieleicht etwas emotionalisiert.

Richtig handel ich erst, wenn ich weder das eine noch das andere empfinde, sondern allemal ein "gutes Geschäft" machen kann.

Ich betrachte die Börse als einen Roulettetisch, an dem ich 5 Euro einsetze und letzlich 10 € heraushaben will.
Das ist dann weder Strafe, noch Belohnung, sondern Können, wenn es regelmäßig gelingt und Versagen, wenn es regelmäßig mißlingt.

Vergleichbar dem Arbeiter, der regelmäßig früh aufsteht und am Monatsende dafür seinen Lohn in der Tüte hat
- oder eben eine leere Tüte, wenn er an einen der vielen Betrüger geraten ist.

Beim Arbeiter wird auch niemand auf die Idee kommen, er erhält am Monatsende die Belohnung oder die Bestrafung dafür, dass er (so dumm war) einen Monat zu arbeiten (statt einen Monat zu betrügen).
 
redsnapper  Am: 05.07.2006 10:28:21 Gelesen: 7691# 3 @  
@ fluggerät [#2]

Nein, ich finde nicht, das das emotionalisiert ist, sondern dass die Emotionen ursprüngliche Erfahrungen sind, die ich rationalisieren oder sonst wie bewältigen muss, da sie mein Handeln stören.
Wenn Sie am Roulettetisch gewinnen oder verlieren, empfinden Sie etwas.
Und hat es mit "Können" zu tun, wenn Sie beim Roulette gewinnen?
Meine Börsengewinne sind "Glück".
„Glück ist, was passiert,wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.”
Lucius Annaeus Seneca
Beste Grüße,
redsnapper
 
snowboarder  Am: 05.07.2006 10:36:52 Gelesen: 7686# 4 @  
@ redsnapper [#3]

Haben Sie "Trading In The Zone", von Mark Douglas schon mal gelesen?

Gruß
Uli
 
redsnapper  Am: 05.07.2006 10:58:26 Gelesen: 7678# 5 @  
@ snowboarder [#4]

Nein, aber ich habe es mir gerade mal angeschaut. Klingt ganz interessant, aber ich bin schnell abgeschreckt von psychologischen Büchern.
Lohnt, Ihrer Meinung nach, das Geld ? Und noch mehr, die Zeit?
Beste Grüße,
redsnapper
 
pullPUSH  Am: 05.07.2006 11:07:06 Gelesen: 7670# 6 @  
@ redsnapper [#5]

"aber ich bin schnell abgeschreckt von psychologischen Büchern."

Gerade dann würde ich eines lesen wollen. Stichwort: Mache aus einer Schwäche eine Stärke.
 
autokor  Am: 05.07.2006 11:34:54 Gelesen: 7655# 7 @  
@ FG

Die meisten Börsenteilnehmer agieren tatsächlich wie am Roulettetisch und ähnlich wie am Roulettetisch haben ihre Ergebnisse rein gar nichts mit Können oder Unvermögen zu tun. Auch nichts mit ihrer Psyche oder ihrem Sternzeichen. Dies wäre in einem zufälligen Spiel per se ausgeschlossen. Die angesprochene Studie müsste dem Feld der behavioural finance zugeordnet werden und würde im besten Fall Aufschlüsse über "spielbare " Kursmuster geben.

Grüsse
 
fluggerät  Am: 05.07.2006 11:51:28 Gelesen: 7644# 8 @  
@ redsnapper [#3]

"Meine Börsengewinne sind "Glück"."

Wenn ich das von mir sagen müßte, würde ich mich in eine Psychotherpie zur Suchtentwöhnung begeben.

Die Börse hat natürlich ein irrationales Element, was dem Spiel im Casino gleicht.

Das mußte ich zuerst abschalten lernen, bevor das mit Gewinnen etwas werden konnte.
 
autokor  Am: 05.07.2006 12:02:04 Gelesen: 7634# 9 @  
@ FG

Auch bei Spielsüchtigen gibt es die Totalausfälle denen jede Einsicht fehlt. Und die die wenigstens ihr eigenes Handeln einschätzen können.


Zu welcher Kategorie zählst Du ?

Grüsse
 
fluggerät  Am: 05.07.2006 12:13:51 Gelesen: 7626# 10 @  
@ autokor [#9]

Wenn ich den Überblick verloren habe gehe schlafen und steige ggf. aus. Wenn er wieder da ist steige ich ein.

Die Spielsucht ist bei Neueinsteigern an der Börse gut zu beobachten: Wenn die ersten Gewinne da sind, muss als nächstes gleich die Million kommen, sonst taugt die Börse angeblich nichts.
 
redsnapper  Am: 05.07.2006 12:38:02 Gelesen: 7613# 11 @  
@ fluggerät [#8]

"Wenn ich das von mir sagen müßte, würde ich mich in eine Psychother(a)pie zur Suchtentwöhnung begeben."
Na, das hatte ich ja gemacht, hat aber nix genützt...
Der Therapeut wusste gar nicht, was Daytrading ist und dann habe ich ihm das gezeigt und der war ganz begeistert...
Hat nach zwei Monaten seine Praxis verkauft und verdient jetzt (fast) soviel wie ich...

Börsengewinne sind für mich immer und bei jedem Glück, da sie entstehen, wenn meine Position glücklicherweise in meine Richtung läuft. Ich kann diese Richtung weder vorhersagen, noch beeinflussen. Mit Können, kann ich nur Wahrscheinlichkeiten sondieren und Positionen managen.
Also: "Vorbereitung (Können) trifft Gelegenheit (glückliche Entwicklung)"

@pullPUSH:
Vielen Dank, "Trading For A Living" habe ich vor einigen Jahren gelesen, konnte dem aber nichts abgewinnen, wegen diesem inversiven Tonfall und weil ich mich in den angesprochenen Problemen auch nicht wieder finden konnte. Ich arbeite profitabel und will mich nicht beschweren, glaube aber, das man sich immer weiter verbessern kann. Als Beispiel, bin ich neulich zweimal sehr knapp ausgestoppt worden und hatte beim dritten Mal einfach nicht mehr die Nerven, hier nochmal rein zu gehen.
Wäre ich, hätte ich die vorigen Verluste x-fach kompensiert, man kennt das...
Beste Grüße,
redsnapper
 
Walter  Am: 05.07.2006 12:48:22 Gelesen: 7606# 12 @  
All

Manche sehen aber in der Bestrafung

auch eine Belohnung. -))
 


snowboarder  Am: 05.07.2006 13:46:51 Gelesen: 7584# 13 @  
@ redsnapper [#5]

Zitat:..Nein, aber ich habe es mir gerade mal angeschaut. Klingt ganz interessant, aber ich bin schnell abgeschreckt von psychologischen Büchern.
Lohnt, Ihrer Meinung nach, das Geld ? Und noch mehr, die Zeit?...Zitat Ende


Ich mach um die Psycho-Ecke sonst im Leben auch einen ganz weiten Bogen ;)) Lese M. Douglas´Buch aber gerade zum 2. Mal.


Gruß
Uli
 
redsnapper  Am: 05.07.2006 14:00:48 Gelesen: 7578# 14 @  
@ snowboarder [#13]

Vielen Dank, das reicht mir und ich habe es direkt gekauft!
Beste Grüße,
redsnapper

 
pullPUSH  Am: 05.07.2006 21:59:06 Gelesen: 7542# 15 @  
@ redsnapper [#11]

"Als Beispiel, bin ich neulich zweimal sehr knapp ausgestoppt worden und hatte beim dritten Mal einfach nicht mehr die Nerven, hier nochmal rein zu gehen."

- War das im selben Markt?
 
redsnapper  Am: 05.07.2006 22:24:43 Gelesen: 7531# 16 @  
@ pullPUSH [#15]

Ja, das war im YM (Mini Dow Future), alles innerhalb von 20 Minuten, so`n S-K-S ähnliches Gerät, dass einfach nicht kooperieren wollte...
Beste Grüße,
redsnapper
 
snowboarder  Am: 05.07.2006 23:58:12 Gelesen: 7490# 17 @  
@ redsnapper [#16]

"... so`n S-K-S ähnliches Gerät, dass einfach nicht kooperieren wollte..."

Oder wollten Sie nicht kooperieren ;;;)))
 
redsnapper  Am: 27.07.2006 14:29:14 Gelesen: 7337# 18 @  
@ snowboarder [#4]

So, ich habe das Buch nun zur Hälfte durch und möchte gerne einen ersten Eindruck abgeben:

Zunächst möchte ich ein ganz buntes Fleisskärtchen vergeben ! Douglas wühlt sich sehr tief in die menschliche Psyche und beschreibt deren Funktionsweise und wie die optimale Psyche des Traders aussehen sollte und was dem zunächst entgegen steht. Mir ist das alles etwas zu detailliert, weil mir der Kern sehr schnell klar war, aber das ist wohl Geschmackssache.

Hat mir das Buch bis jetzt etwas gebracht?

Ja, denn die beschriebenen Mechanismen waren mir SO noch nicht klar und Douglas`radikale Sichtweise bzgl. der Marktfunktionsweise hat mich in meinem Bestreben bestärkt mich immer weiter von allem Prognostizismus (gibt`s das Wort?) zu entfernen, also alles vorhersagende wie auch Kursziele.

Nein, denn es hat mich erst mal in eine Position gebracht, in der ich mich und meine Gedanken während des Tradens beobachte, was natürlich kontraproduktiv ist.
Wenn ich während des Radfahrens nachdenke, wie ich eigentlich Rad fahre, schmecke ich schnell Asphalt.

Das Traden reine Statistik ist, war mir intuitiv, also auch emotional verinnerlicht, schon vorher klar. Woher ? Habe ich mich auch gefragt und ich glaube einfach durch die direkte Erfahrung. Wenn man im Monat ein paar Hundert roundturns abreisst, wird der einzelne Trade sehr unwichtig. Von meinen ersten Aktientrades, damals, hing ja noch die Welt ab.

Insgesamt denke ich, das der Inhalt noch lange in mir arbeiten wird und sich dann auch an die richtigen Stellen setzt. Und wie er den Leser in die richtige Position bringen will, habe ich noch gar nicht gelesen und bin da sehr gespannt drauf!

Einen massiven Kritikpunkt habe ich noch:

Douglas vergleicht einen Trader mit einem Casinobesitzer, dem gleich ist, ob ein Spieler gewinnt oder verliert, weil er weiss, das die Statistik letztlich auf seiner Seite ist.

Da kann ich mich nicht wiederfinden, denn ich handel kein System, mit einer erprobten Rentabilität, sondern bin, rein diskretionär, auf mich allein gestellt und die Verlässlichkeit liegt nur in meiner aktuellen Fähigkeit.

Wenn ich das Ding durch habe, melde ich mich nochmal !

Beste Grüße,
redsnapper
 
Richard Ebert  Am: 28.07.2006 18:55:04 Gelesen: 7280# 19 @  
@ redsnapper [#18]

Danke für Ihre Meinung zum Buch.

---

Der disziplinierte Trader - So entwickeln Sie eine gewinnende Einstellung

Mark Douglas

Erfolgreiches Trading setzt sich aus 80 Prozent Psychologie und 20 Prozent Theorie zusammen. Mark Douglas deckt die psychologischen Stärken und Schwächen auf, die dazu führen, dass Trader zuviel handeln, zuwenig handeln, es nicht schaffen, den "Abzug zu drücken" oder zulange in einem Trade bleiben, während sie dasitzen und zuschauen, wie aus ihren Gewinnen Verluste werden. Dem Leser werden Konzepte und Methoden gezeigt, die nur wenige Trader jemals berücksichtigen, wenn sie sich auf das anspruchsvolle Gebiet des Aktien-Tradings begeben. Sie lernen geschickte Wege kennen, wie Sie Ihr Trading so managen können, dass Sie auf regelmäßiger Basis profitabel handeln werden.

http://www.terminmarktbuch.de/cgi-bin/index.pl?do=show&book=62
 
 
     
   
Antworten   zurück   Druckansicht

Ähnliche Themen
5903 43 08.05.10 15:10Roti 
2702 17 26.10.06 21:39Kobban 
1954 12 18.07.06 22:50Kobban 
4478 33 26.05.06 02:14MS Leopard. 
6126 23 15.04.05 09:58wuelle